Schwund der Artenvielfalt - Vogel- und Bienensterben - Die Wüste Schwyz?

Zitate aus dem Print-Artikel der “Schwyzer Woche” vom 5. Mai, C. Schaich:

Der drohende Artenschwund macht nicht nur den Kantonsverantwortlichen zu schaffen, sondern wirkt sich global aus.
Vor über 10 Jahren warnte der inzw. verstorbene Jean Gottesmann, Einsiedeln, inständig davor, die natürlichen Ressourcen unseres Kantons zu plündern. Damals ging es um den Entscheid, die Hochstammbäume drastisch zu reduzieren. Gottesmann wies auf deren wichtige Funktion als Vögel- und Insekten-Biotope hin, deren Verschwinden ungeahnte Auswirkungen auf Fauna und Flora des Kt. Schwyz ausüben könnte.
Niemand hörte ihm zu.
Heute präsentiert sich uns die Rechnung.

Problem
Aufgrund der intensiv betriebenen Landwirtschaft verschwand immer mehr Lebensraum für bestäubende Insekten wie Honigbienen und Schmetterlinge. Was sich auf den ersten Blick als unspektakulär und vernachlässigbar erwies, zeigt sich in Holland oder Deutschland in krassem Ausmass.
Einstmals blühende Auen verwandelten sich zusehends in Steppengebiete. Es fehlte an natürlichen Bestäubern und damit gingen diverse Blumen bis zu Kulturpflanzen wie Aepfel, Birnen, Kirschen, Süsskartoffeln etc. einfach ein.
Eine Tragödie zeichnet sich ab.
Eine unheilvolle Spirale hat sich in Gang gesetzt.

Die Oekoausgleichsflächen in Form von “green vains”, grüner Venen in Form von Bundtbrachen, Hecken oder stufigen Waldrändern hilft offenbar wenig.

Das Aussterben gewisser Vogelarten könnte uns zusätzlich empfindlich treffen.
Wenn ganze Landstriche veröden, weil nützliche Insekten und Pflanzen fehlen, schlägt das sehr wohl auch finanziell zu Buche. Besonders im ökologischen Anbaubereich.

Viele der heute 30 - 40jährigen Zeitgenossen können sich noch erinnern, als Schmetterlinge von Blüte zu Blüte flogen, und Bienen, Käfer und Fliegen die Blumenwiesen bevölkerten. Gegenwärtig ist davon nicht mehr viel zu sehen.

Abschliessend eine kleine (unwissenschaftliche) Anmerkung:
Der Mensch braucht sich nicht mehr selbst gegenseitig umzubringen.
Es reicht schon aus, wenn er sich der natürlichen Lebensgrundlagen entledigt.
Dann tritt das ein, was viele Pessimisten erahnen: der Artenschwund, der auch vor uns nicht halt macht.

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